Der FC St. Gallen musste im dritten Saisonspiel seine erste Niederlage einstecken. Beim FC Zürich unterlagen die Ostschweizer vor 12600 Zuschauern unglücklich mit 0:1.
Irgendwann, dessen war man sich im grün-weissen Lager bewusst, musste die erste Saisonniederlage des FC St. Gallen kommen. Aufgrund der Spielanteile am gestrigen Abend im Letzigrund fiel diese auch nicht unverdient aus. Allerdings: Der FCSG hätte in Zürich durchaus etwas holen können. Denn Grosschancen besassen die St. Galler bestimmt gleich viele wie das Heimteam. Ausserdem hatten die Grün-Weissen bei Hasslis Freistosstor, das die Partie entschied, auch einiges Pech zu beklagen, denn dem Treffer haftet der Makel einer Abseitsstellung und eines nicht existenten Foulspiels an. Trotzdem nahm Goalie Daniel Lopar den Gegentreffer auf seine Kappe: "Der Ball war sicher nicht unhaltbar; mit etwas Glück habe ich den auch.“
Fricks Grosschance
St. Gallens Trainer Uli Forte hatte vor der Partie einen FCZ erwartet, der nach dem misslungenen Saisonstart etwas gutmachen will und „wie die Feuerwehr“ loslegen wird. Allerdings waren es die St. Galler, welche die erste Grosschance besassen: Frick tauchte nach einem Doppelpass mit Sturmpartner Merenda bereits in der zweiten Minute alleine vor FCZ-Hüter Guatelli auf, schoss allerdings am Tor vorbei. "Da wollte er es wohl einfach zu gut machen und den Ball zu genau im Eck platzieren“, so sein Trainer Uli Forte. Nach dem frühen St. Galler Vorstoss übernahmen allerdings zusehends die Zürcher das Spieldiktat. Dies gipfelte in guten Chancen durch Nikci (Lopar wehrt überragend ab) und Abdi, der in zwei Versuchen das Leder ebenfalls nicht am bravourösen Ostschweizer Schlussmann vorbeiköpfeln konnte.
St. Galler Drangphase
Nachdem beide Teams gemächlich in die zweite Spielhälfte gestartet waren, erzielte Hassli den Führungstreffer. Der FC St. Gallen reagierte und schürte den Schweizermeister in der Schlussphase regelrecht in seinem Strafraum ein. Zu einem Torerfolg reichte es den in grün-schwarzen Tenues kickenden Gästen aber nicht. Zu abschlussschwach präsentierte sich die St. Galler Offensivabteilung. Neben dem nicht überzeugenden Sturm-Duo Frick und Merenda machten es auch die Einwechselspieler nicht besser: Zunächst schoss Cáceres aus bester Position über den Zürcher Kasten, danach sah Frei seinen Abschluss vom hervorragend reagierenden Guatelli pariert. Auch den Ausgleich in letzter Minute vergaben die Espen durch einen Freistoss aus vorzüglicher Position. "Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich trotz der Niederlage zufrieden. Der Einsatz hat gestimmt; jetzt müssen wir positiv gestimmt nach vorne schauen und uns auf das Spiel gegen Xamax vorbereiten“, so St. Gallens Trainer Uli Forte.
FC Zürich – FC St. Gallen 1:0 (0:0)
Letzigrund, 12600 Zuschauer, SR Bieri.
Tor: 67. Hassli 1:0
FC Zürich: Guatelli; Lampi, Tihinen, Rochat, Gajic; Aegerter; Nikci (76. Djuric), Margairaz (88. Büchel), Abdi (51. Okonkwo), Vonlanthen; Hassli.
FC St. Gallen: Lopar; Zellweger, Koubsky, Schenkel, Fernando; Zé Vitor, Costanzo, Muntwiler (75. Frei), Nushi (64. Hämmerli); Frick, Merenda (64. Cáceres).
Bemerkungen: Zürich ohne Tarchini, Stahel, Stucki, Barmettler, Chikhaoui (alle verletzt), Schönbächler, Koch, Mehmedi (alle U19-EM), Alphonse und Lattmann (beide nicht im Aufgebot). St. Gallen ohne Haas, Knöpfel, Kollar, Winter (alle verletzt), Lang (U19-EM), Jagne (noch keine Spielberechtigung) und Martic (nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 18. Margairaz (Foul), 31. Muntwiler (Foul), 32. Gajic (Foul), 89. Costanzo (Foul), 92. Aegerter (Reklamieren).
Geschrieben am 22.7.2009 um 23:08 Uhr von mla