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St. Gallen erkämpft sich Punkt in Bern

Der FC St. Gallen überrascht nach dem Auftaktsieg gegen den FC Basel weiter. Die Mannschaft von Uli Forte sicherte sich dank einem weiteren Traumtor von Costanzo einen Zähler auf dem Kunstrasen der Young Boys.

Den "Kunstrasenfluch“ konnte der FC St. Gallen zwar auch gegen die Young Boys nicht bezwingen. Auch nach dem 1:1-Remis gegen die Hauptstädter warten die Ostschweizer weiter auf den ersten Sieg gegen eine Mannschaft, die auf der berüchtigten Plastikunterlage spielt. Da der Gegner allerdings YB hiess und sich berechtigte Hoffnungen macht, im Rennen um den Meistertitel ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, und während einer Stunde das Geschehen auf dem Platz klar bestimmte, zeigte man sich beim FCSG sehr zufrieden. „Anfangs hatten wir etwas zu viel Respekt und haben zu kompliziert gespielt“, analysierte FCSG-Trainer Uli Forte. „Dann sind wir aber immer besser geworden und haben den Punkt schlussendlich auch nicht gestohlen“

YB dominierte erste Halbzeit
Tatsächlich waren die Young Boys, deren Heimfans sich wegen einer Teilsperre des Stadions gleich neben dem sehr zahlreich mitgereisten St. Galler Anhang positionierten, von Beginn an die aktivere Mannschaft. Insbesondere mit dem wirbligen Torschützenkönig Doumbia hatte die St. Galler Defensive so ihre Probleme. Der Mann von der Elfenbeinküste war es dann auch, der die Gelb-Schwarzen noch vor Ablauf der ersten 20 Minuten dem Spielverlauf entsprechend in Führung brachte. Nach einem missglückten Corner, dessen Gefahr bereits gebannt schien, flankte Schneuwly in den Strafraum, Dudar störte Goalie Lopar, so dass dieser den Ball abprallen liess und Doumbia brauchte nur noch zum 1:0 einzuschiessen. Gleich nach dem Führungstor der Berner unternahm der FC St. Gallen seinen ersten Ausflug vor das Berner Tor. Zé Vitor lancierte Frick mit einem Flankenball; der Liechtensteiner scheiterte jedoch am gut reagierenden Marco Wölfli. Es war dies zugleich die einzige gute Chance der Espen in den ersten 45 Minuten.

Und wieder traf Costanzo
Nach dem Seitenwechsel flachte das Geschehen etwas ab. Die Young Boys schienen die Zwei-Tore-Führung nicht mit aller Zielstrebigkeit anzupeilen, was Trainer Petkovic an der Pressekonferenz sichtlich ärgerte. "Wir haben ohne Leidenschaft gespielt und es verpasst, einen weiteren Treffer nachzulegen“, so das harte Verdikt. In der Tat liessen die Young Boys je länger das Spiel dauerte nach, die St. Galler schienen ihrerseits erst jetzt allmählich zu erwachen. Wenige Minuten nachdem Doumbia das vermeintliche 2:0 erzielt hatte, das jedoch wegen einer Abseitsposition zu Recht nicht gewertet wurde, lag der Ball plötzlich auf der anderen Seite im Goal. Was war passiert? Wölfli hatte einen Flankenball von Zé Vitor direkt in die Füsse von Costanzo gefaustet und stand dann, als dieser aus 25 Metern eine Direktabnahme wagte, zu weit vor seinem Goal und wurde spektakulär zum 1:1 überlobt. Ein weiteres Traumtor des 21-jährigen Newcomers, der schon gegen Basel einen wunderschönen Freistosstreffer erzielte. "Es läuft mir einfach super; momentan habe ich aber auch das Glück auf meiner Seite, dass meine Schüsse den Weg ins Tor finden“, so ein über beide Ohren grinsender Costanzo.

Den Lucky-Punch verpasst
Am Schluss war der FC St. Gallen dem Sieg sogar noch ein Stückchen näher als die perplexen Berner. Noch in der regulären Spielzeit klärte Wölfli in Extremnis gegen den anstürmenden Zé Vitor, ehe Cáceres in der vierten Minute der Nachspielzeit ebenfalls das Sieggoal auf dem Fuss hatte. Der Schuss des für den enttäuschenden Merenda eingewechselten Chilenen, der wohl den Weg ins Tor gefunden hätte, wurde von Abwehrspieler Dudar im letzten Moment noch abgeblockt. Ein St. Galler Sieg wäre über den gesamten Spielverlauf gesehen wohl auch etwas zu viel des Guten gewesen. "Wenn es hart auf hart gekommen wäre, hätte es zur Pause bereits 3:0 stehen können. Von dem her können wir mit dem einen Punkt mehr als zufrieden sein“, ärgerte sich Uli Forte nicht über den verpassten Lucky-Punch kurz vor dem Abpfiff.


BSC Young Boys - FC St. Gallen 1:1 (1:0)

Wankdorf "Stade de Suisse" - 15'216 Zuschauer - SR Circhetta.

Tore: 19. Doumbia 1:0, 63. Costanzo 1:1.

YB: Wölfli; Ghezal, Dudar, Affolter; Sutter, Yapi, Hochstrasser, Degen; Doumbia, M. Schneuwly (65. Frimpong), Regazzoni (73. Ch. Schneuwly).

St. Gallen: Lopar; Zellweger, Koubsky, Schenkel, Fernando; Zé Vitor, Costanzo (79. Frei), Muntwiler, Nushi (88. Hämmerli); Merenda (74. Cáceres), Frick.

Verwarnungen: 21. Muntwiler; 59. Fernando, 61. Dudar, 85. Zellweger (alle wegen Fouls).

Bemerkungen: YB ohne Doubai (rekonvaleszent), Raimondi, Coly (beide verletzt), Pasche (U19 EM), Frey und Liechti (beide nicht spielberechtigt). St. Gallen ohne Haas, Knöpfel, Kollar, Winter (alle verletzt) und Lang (U19 EM). 57. Tor von Doumbia wegen Abseits aberkannt.


Geschrieben am 19.7.2009 um 15:37 Uhr von mla

Interviews

18.07. - Interview mit Daniel Lopar
Young Boys - FC St. Gallen
18.07. - Interview mit Uli Forte
18.07. - Interview mit Moreno Costanzo
18.07. - Interview mit Jiri Koubsky

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Kommentare

Passionierter Fan, Montag, 20.Juli um 15:26 Uhr
Gut, besser, Costanzo. Merci für diese super Gooal!


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