Der Stimmungsboykott vom Delémont-Spiel gründet auf der Verschärfung der Stadionordnung seitens des Vereins. Wirklich? Er ist auch eine Fehde zwischen den verschiedenen Zuschauerkreisen – zwischen „richtigen“ und normalen "Fans". Und das ist es auch, was die Geschichte so bedauerlich macht.
Irgendwie erinnerte es am Wochenende an einen schlechten Film. Besser gesagt: an eine Rückblende ins Jahr 2010. Schon wieder blieb die Fankurve still. Schon wieder, weil der FC St. Gallen die Anhänger sanktioniert hatte. Damals war es das Choreoverbot, heute ist es eine Verschärfung des Stadionreglements. Umso bedauerlicher ist es, dass sich die ganze Geschichte wiederholt. Wiederum präsentiert sich dem Betrachter ein Trauerspiel sondergleichen auf den Rängen. Es zeigt sich erneut, wie astronomisch weit sich Verein und die verschiedenen Fanlager voneinander entfremdet haben.
Vom Hexenkessel zur Neidgesellschaft
Früher war das Espenmoos berühmt-berüchtigt. Für seine elektrisierende Stimmung, für seine knisternde Atmosphäre. Das war wohl für viele Zuschauer das Hauptargument, um das besch…eidene Gekicke zu ertragen und dennoch an die FCSG-Spiele zu gehen. In der Gegenwart hat sich die Ausgangslage um 180 Grad gedreht. Die Mannschaft spielt – auch wenn es zurzeit nur in der Challenge League ist – eine überzeugende Saison, putzt Delémont mit 6:0 und erhält trotzdem keinen angebrachten Applaus. Geschweige denn Unterstützung. Weil der Espenblock im Streik ist. Und die restlichen Tribünen keinen anständigen auf die Beine bringen. Trotzdem ist es erstaunlich: Denn das Bemühen seitens der "gemässigten" Fans auf den anderen Tribünen war wahrnehmbar, auch einmal den Versuch zu wagen, einen eigenen Anfeuerungsruf zu starten. Urplötzlich. Umso absurder ist es eigentlich, dass dies nie der Fall ist, wenn der Espenblock eben gerade nicht im Streik ist. Das i-Tüpfelchen waren dann noch die Pfiffe für die konsequent schweigende Fankurve, als sich die Spieler nach dem Sieg verabschiedeten.
Die drei Parteien
Rund um den FC St. Gallen scheint man eine entscheidende Lektion noch nicht begriffen zu haben: Es braucht alle. Das gilt für den Verein, der den Zuschauern zum wiederholten Mal eine Verschärfung punkto Verhalten im Stadion aufdrückt. Und auch noch betont, dass diese Massnahmen freiwillig eingeleitet wurden. Aber auch für die "aktiven" Fans, die sich in ihren Rechten eingeengt und den Fortbestand ihrer Kultur gefährdet sehen. Die Reaktion – in diesem Fall ein Stimmungsboykott – ruft dann all die unbescholtenen Familienväter auf der Gegentribüne auf den Plan, die dann gegen die (Zitat) "bireweichen" Köpfe im Espenblock wettern dürfen. Und ohnehin die grössten Fussballexperten sind. Aktion und Reaktion. Ein simples Zusammenspiel der ganz tragischen Sorte. Moderner Fussball gegen Tradition. Alt gegen jung. Fanatisch gegen ruhig. Gegeneinander statt miteinander.
Es braucht alle
Absurd ist es, dass sich keine der beteiligten Parteien irgendetwas vorzuwerfen hat. Alle stellen sich untereinander den Persilschein aus. Der Verein betont vernünftig für die Sicherheit der Zuschauer gehandelt zu haben. Der Espenblock kämpft leidenschaftlich für die Rechte der Fans. Und die Leute auf der Gegentribüne haben für sich irgendwie den Anspruch, die "vernünftigen" Supporter zu sein. Darum verurteilen sie ja auch das vermeintlich sture (und kindische) Verhalten des Espenblocks und zeigen das, wenn möglich, auch. So wie gegen Delémont. Auflehnung gegen Vorschriften und Spielregeln ist ihnen offensichtlich fremd - es fehlt die Identifikation mit den Fananliegen.
Niemand scheint aus der Retroperspektive von 2010 seine Lehren gezogen haben. Damals vergeigte der FCSG die Europacup-Quali via Liga, nachdem man im Cup gegen Lausanne ausgeschieden war. Immerhin: Das Choreoverbot wurde in der Sommerpause aufgehoben, die Wogen konnten sich halbwegs glätten. Und heute? Da ist man wieder am selben Punkt angelangt.. Zurück auf Stufe „Null“. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese absurde Situation irgendwie beruhigen kann. Es braucht alle – und es geht ohne keinen. Eigentlich plausibel, oder?
Geschrieben am 20.2.2012 um 15:34 Uhr von mla
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Ribbel,
Sonntag, 4.März um 11:05 Uhr
@Mani Braschler: die Stehplätze werden abgebaut und das alkoholfreie Bier eingeführt, wenn weiterhin nicht nach den Regeln gespielt wird... da sind wir "Fans" einfach am kürzeren Hebel. Und vielleicht sollte sich der eine oder andere einfach hinterfragen und sein eigenes Handeln überdenken, bevor man wieder über "Sanktionen" jammert...
Ich muss den Fans im Espenblock für letzten Samstag abend ein Kränzchen binden. Es geht doch. Ich fand die Unterstützung wie beim letzten Spiel gegen den SCB toll. Auch ohne illegale Pyros kann man eine tolle Kulisse bieten. Bitte macht doch genau weiter so. Wenn ihr wie am Samstag weitermacht, könnt ihr den Goodwill zurückholen. Der Verein, die Mannschaft, die Sicherheitsverantwortlichen und die Zuschauer auf den anderen Stadionsektoren sind euch dankbar.
saul,
Sonntag, 26.Februar um 19:26 Uhr
@charly & oki. Danke!
Wenn alle für einmal das eigene Verhalten hinterfragen würden, wäre das Thema bald gegessen!
pat,
Sonntag, 26.Februar um 02:57 Uhr
Einerseits verstehe ich nicht, dass der Espenblock ausgepfiffen wird, da ich mit der Vereinspolitik nicht immer ganz einverstanden bin. Andererseits verstehe ich auch die Zuschauer aus den anderen Blöcken.
Viele Besucher des Espenblock und auch viele Auswärtszuschauer sind einfach zu wenig am Fussball interessiert. Pyros begrüsse ich persönlich, jedoch die ganze andere SchXXX mit rumpöbeln, rumsaufen, randalieren etc. find ich total behindert. Viele Junge mit "Espen"block Shirt, Fahnen etc. waren selbst wahrscheinlich gar nie im Espenmoos im Sektor Grün. Das war noch ne geile Stimmung und wenn SG gut gespielt hat gings auch im Sektor blau ab.
Mit diesen besoffenen Kindern aus dem Block meide ich jedoch heute die Stehplätze und setze mich lieber im Block nebenan und auch die Auswärtsspiele sind teilweise katastrophaln bezüglich dem Fanverhalten.
Ich kenne viele Fanszenen aus nächster Nähe, wir haben auf jedenfall den grössten Kindergarten. Leider aber auch "Eltern" (Vereinsführung), die nie nachgeben, wies bei den gescheiteren, älteren eigentlich sein sollte. Die Vereinsführung müsste auch mehr auf die Kurve zu- und eingehen.
Ich bin nicht sehr optimistisch, dass wir so irgendwann mal wieder ne Stimmung wie im Espenmoos haben werden. Es müssen sich aber auf jeden Fall alle ändern.
Michi ,
Freitag, 24.Februar um 16:47 Uhr
Zusammen statt gegeneinander!! Sucht eine lösung.... andere vereine wären froh, hätten sie nur solche probleme zulösen.....xamax,servette,sion....
@charly
danke. da triffst du mit wenigen Worten wohl perfekt den Nagel auf den Kopf. schlussendlich wollen wir alle einen erfolgreichen FCSG in einem Stadion mit fantastischer Stimmung.
Pfiffe gibt es ganz bestimmt keine gegen die eigene Mannschaft oder die eigenen Fans. Also sollte wohl auch kein EB ausgepfiffen werden!
Über diese Prügel muss man wohl keine Worte mehr verlieren als die ewigen Sprüche "Fussballfans sind keine Verbrecher..." und evtl. war das Spruchband beim Heimspiel doch nicht ganz so treffend...
Wäre schön, mal wieder ein Spiel mit Stimmung aus allen Sektoren zu erleben. Ein 6:0 wird es wahrscheinlich nicht so schnell wieder geben. Aber lieber ein 4:0 mit guter Stimmung ;-)
yv,
Freitag, 24.Februar um 07:34 Uhr
5 gegen einen und nur ein Faustschlag und das kommt gleich in der Zeitung??!
ich wurde schon von 10 FCZ'lern aufgesucht und bekamm mehr als nur einen Faustschlag zu spüren, da hat man auch nicht gleich einen riesen Artikel gemacht..
Ausserdem gibt es im Ausgang (egal ob Bar oder Clubs) diverse kleine Schlägereien und da macht man auch kein Büro auf...peinlich
… und irgendwann wird es auch in der AFG-Arena keine Stehplätze mehr haben, kein „richtiges“ Bier mehr geben und die Eintrittstickets werden personalisiert sein. Meine Begeisterung ist jedesmal gross, wenn ich bei nem internationalen Spiel mal wieder sone alkoholfreie Bierpfütze trinken sollte, sie ist gar noch grösser, wenn ich in Italien ne Stunde für „mein“ Ticket anstehen muss … und sie wird grenzenlos sein, wenn mir das ganze bald auch in „meinem“ Stadion blüht.
hach,
Mittwoch, 22.Februar um 22:17 Uhr
Gesteht euch doch ein: Selbst wenn der Verein den Dialog gesucht hätte: Freude hättet ihr am neuen Reglement trotzdem keine gehabt und schlussendlich wärt ihr auch dann auf die Barrikade.
Charly,
Mittwoch, 22.Februar um 19:38 Uhr
Ans Präsidium: Warum wurden die Massnahmen nicht mit denFanbeauftragten vorher besprochen? Das sieht sehr nach Provokation (Trotzreaktion aus). Über die Presse....also bitte!
An den EB: Warum werden nicht endlich die wirklich faulen Eier aussortiert, wenn ich Kriminelle schütze, hat dies nichts mehr mit Solidarität zu tun! Der EB wird nun einmal ganz einfach als Einheit wahrgenommen.
An die Gegentribüne: Was sollen die Provokationen? Jede(r) imStadion weiss, dass ohne Unterstützung des EB nie Stimmung aufkommt.
Dammi - reisst euch endlich zusammen! Ich möchte nach Jahren wieder einmal ein Match bei dem es im Stadion brodelt, das ausverkauft ist und richtig geile Stimmung ist.
Der FCSt.Gallen muss der BVB der Schweiz werden.....
EBSG,
Mittwoch, 22.Februar um 17:32 Uhr
Natürlich bin ich auch der Meinung, dass dies nicht zu tolerieren ist! Aber der Vorfall war schon Mitte Dezember und hat ja im Grunde genommen nichts mit dem Vermummungsverbot etc. im Stadion zu tun...
???,
Mittwoch, 22.Februar um 16:36 Uhr
@EBSG: ich denke du weisst ganz genau was da abgelaufen ist und wenn das keine sauerei ist was dann?
Ich mag den blick auch nicht aber auch er kann einmal die wahrheit schreiben.
Flawiler,
Mittwoch, 22.Februar um 16:21 Uhr
@EBSG
Ich bin auch kein Blick-Freund, nur, was über diese Angelegenheit drinsteht scheint einigermassen der Wahrheit zu entsprechen. Auf jeden Fall muss über so was überhaupt nicht diskutiert werden, diese Tat ist in keiner Art und Weise zu tolerieren. Diese Typen dann noch unterstützen, indem ein Spruchband gezeigt wird ist der absolute Hammer. Und dann wundert ihr euch noch, wenn der Vorstand euch nicht miteinbezieht, wenn über Konsequenzen beraten wird? Langsam aber sicher hängt mir das Ganze zum Hals raus, hat doch mit Sport nichts mehr zu tun!
EBSG,
Mittwoch, 22.Februar um 15:44 Uhr
@hansli: Wer dem Blick jede Schlagzeile wortwörtlich abnimmt ist äusserst naiv...
zigüner,
Mittwoch, 22.Februar um 14:59 Uhr
Wie kann man einem zu fünft nur einen Schlag verpassen. Blick hinterfragen das letzte mal. Danke
Hansli,
Mittwoch, 22.Februar um 13:50 Uhr
Schaut heute im Blick mit was für Leute ihr Euch da soldarisiert .Zu 4oder 5auf einen los der zufällig der Sohn eines Funktionärs beim FCSG ist .Das ist ja allerunterste Schublade ,schämt euch und werdet mal Erwachsen.
EBSG,
Mittwoch, 22.Februar um 12:33 Uhr
@ oki: vielen Dank!! Du sprichst mir aus dem Herzen!
BigB,
Mittwoch, 22.Februar um 07:57 Uhr
@oki: Grossartiger Beitrag! Ich hoffe, dass die anderen ihn auch lesen. Denn wie man sieht, wissen die meisten nicht einmal wirklich, worum es eigentlich geht. Gross mitdiskutieren tun sie aber trotzdem...
Flawiler,
Dienstag, 21.Februar um 16:39 Uhr
Was seid ihr zum Teil für Kindsköpfe?! Hört doch endlich auf über Pyro und Vermummung zu diskutieren und geht ins Stadion, um Fussball zu sehen und den Erfolg der eigenen Mannschaft zu freuen. Klar ist es dem Espenblock freigestellt, Stimmung zu machen oder ruhig auf den Rängen zu verharren. Aber dann braucht ihr auch nicht hin zu gehen und euch über diejenigen zu ärgern, welche Fussballspiele etwas weniger enthusiastisch geniessen. Für mich ist es eigentlich völlig logisch, dass im D-Block mehr Stimmung gemacht wird, handelt es sich doch in den meisten Fällen um jüngeres Publikum. Das war doch auch im Espenmoos nicht anders.
Bin mal gespannt, was nächsten Samstag beim Derby abgeht. Wäre ja eine mittlere Katastrophe, wenn die Anhänger des Ostclubs den Heimblock übertönen würden (oder gibt es schon wieder Überläufer?)
In dem Sinne - hopp San Gallä
oki,
Dienstag, 21.Februar um 15:23 Uhr
Es ist schon ein wenig irritierend zu lesen, wie viele hier ohne jegliche Ahnung trotzdem eine so ausgeprägte Meinung besitzen können.
Der FCSG FAN aus AG weiss einmal mehr, wer die richtigen Fans sind - nämlich diejenigen, die am Samstag (wohl auch aus Trotz gegenüber der Reaktion des Espenblocks) gesungen haben. Alle anderen sind anscheinend keine Fans. Es scheint ihm egal zu sein, dass er damit Hunderten von Fans schlichtweg Unrecht tut. Notabene denjenigen Fans, auf die alle stolz sind, wenn man von einem Montagabend-Spiel in Lausanne zuhause vorm TV die bekannten St. Galler-Lieder hört oder an deren Choreographien man sich erfreut. Dann sind diese "sogenannten" oder "nicht-richtigen" Fans jeweils plötzlich die "geilsten" oder "besten" der Schweiz. Zwei Monate später vergisst man in der Polemik des Gefechtes plötzlich alles.
Da wird dem Espenblock dann "trötzeliges Kinderverhalten" zugeschrieben, aber selber singt der Sektor B in früh-pubertärer Manier "Und ihr wollt St. Galler sein?" - ich frage mich: Mit welchem Zweck? Da geht es nur um eine reine Provokation. Damit beweist man doch eindrücklich, dass man keinen Deut besser ist, als der sogenannte "Kindergarten" im Espenblock. In praktisch 100% der Spiele sind Hunderte im Espenblock fast alleinig für die Stimmung verantwortlich, da wird nachher keineswegs dem Sektor B unterstellt, sie seien keine richtigen Fans, nur weil man beim 1:3 gegen Basel zuhause keine Lust zum Singen hatte.
Auch an Airstyler scheint der Kern des Problems vorbeigegangen zu sein. Es ist durchaus den meisten bewusst, dass schon vorher ein Vermummungsverbot gegolten hat und auch Pyro schon lange verboten war. Daran stört man sich auch nicht wirklich, Stadionverbote wegen Fackeln werden fast stoisch akzeptiert. In erster Linie stört man sich an der Art und Weise, wie kommuniziert wurde. Man fragt sich schon, wieso man unzählige Stunden freiwillig für Sitzungen usw. investiert und allenthalben das konstruktive Verhältnis zwischen Fans und Verein gelobt wird, wenn dann Entscheide von solcher Tragweite den Fans praktisch per Medien-Communiqué mitgeteilt werden. Wieso spricht man dann überhaupt miteinander? Auch dass die eben neu gegründete Fan-Arbeit gar nicht miteinbezogen wurde zeigt doch, dass der Verein dieser gar keine echte Chance eingestehen will. Dann soll man aber doch so ehrlich sein und jegliche Kontakte abbrechen, anstatt auf Dialog zu machen, wo dann, wenn es entscheidend wäre, gar keiner stattfindet bzw. ebendieser als "nutzlos" und "nicht zielführend" bezeichnet wird. Genau an diesem Vertrauensentzug scheint sich der DV zu stören und deswegen haben die Exponenten ihrerseits auf organisierte Stimmung verzichtet. Wer dennoch singen wollte, hatte kein Problem. Es scheint, als hätte wenigstens der Espenblock aus den Fehlern des ersten Stimmungsboykotts gelernt. So unschöne Szenen wie das Auspfeifen der Gegentribüne, als diese für den ruhigen Espenblock in die Bresche sprang, wollte niemand mehr haben.
Airstyler verkennt zudem die Vergangenheit, wenn er von 11'300 frenetischen Fans schreibt. Als ob das Espenmoos permanent ausverkauft und ein Stimmungskessel gewesen ist. Auch in den 90er-Jahren gab es triste Spiele und Highlights - genau wie heute. Man denke doch nur an den Cup-Sieg gegen Zürich im November zurück. Auch in den 90er-Jahren wurden schon Pyro gezündet und es kam regelmässig zu Krawallen vor und nach den Spielen. Die Haupttribüne warf Fünfliber und Büürlis auf die Schiedsrichter, es wurden rassistische und primitive Gesänge gesungen, gegen welche die heutigen Anti-Gesänge schon fast kirchentauglich sind und heute redet man mit einer verklärenden Nostalgie über die Evakuierung der Schiedsrichter per Rega-Helikopter.
Der Espenblock hat momentan (zu Teilen zumindest) keine Lust auf Support und wird dafür kritisiert. Weshalb eigentlich? Ist man seit Neustem denn verpflichtet zu singen in den Sektoren D1-D4? Wir, die schweigen, schauen nun das Spiel, so wie es die meisten Jahr ein Jahr aus tun - wieso wird man dafür ausgepfiffen? Es ist einfach so, dass Dölf Früh die Ultra-Szene (also der aktuelle harte Kern der Fans, der Extrazüge und Choreographien organisiert, der Gesänge dichtet und diese singt, der eigene Fan-Artikel produziert, ein Fan-Lokal auf die Beine zu stellen versucht, mit Sicherheitsverantwortlichen, Club-Leitung und Polizei diskutiert und die Fan-Arbeit wesentlich begleitet hat) am liebsten aus dem Stadion hätte. Vorbild SC Freiburg. Des Weiteren wurden in der Vergangenheit schon Stadionverbote verteilt für die Beleidigung eines Sicherheitsverantwortlichen des FCSGs an der Olma - völlig abseits von Spieltag und Stadion. Das ist willkürlich - Punkt! Und wenn sich ein Club-Präsident dahingehend äussert, dass er eine bestimmte Gruppe nicht mehr im Stadion haben will und viele vergangene Stadionverbote nicht eben mit Hand und Fuss ausgesprochen wurden, dann darf man seitens des Dachverbands mit Fug und Recht auch skeptisch bezüglich der Anwendung der neu geschaffenen Stadion-Ordnung sein - abgesehen von der Enttäuschung durch die Art und Weise der Kommunikation.
Und weil man ja, abgesehen vom Stimmungsboykott, nicht wahnsinnig viele Druckmittel in der Hand hält, hat man sich nun für selbigen entschieden. Der Boykott richtet sich nicht gegen die Mannschaft, dass weiss diese auch. Und wenn ihr so viel am Support liegen würde, dann könnte sie das ja auch gleich selbst dem Dölf mal klar machen. Ob es was bringt, man wird es sehen. Das Choreoverbot hat jedenfalls nicht lange gegolten.
GAEMPi,
Dienstag, 21.Februar um 14:18 Uhr
Einige Fragen an die Gegentribüne:
1. Da es ja die ULTRAS und ihren Fanblock nicht für eine gute Stimmung braucht, wiso stört auch dann dieser Boykott überhaupt?
2. Wiso singt ihr immer nur dann so laut, wenn der EB ein Spiel boykottiert?
3. Wiso pfeifft ihr den EB aus, nur weil er keine Stimmung macht? Normalerweise macht dieser 10 mal mehr Stimmung als die Gegentribüne und dann werdet ihr auch nicht vom EB ausgepfiffen!
4. Wiso beweist ihr nicht einfach, dass es die gute alte Espenmoos Atmosphäre (vielleicht auch ohne Pyros) noch gibt und gebt mal 100% mehr als sonst? (Wenn kein Boykott herscht und vielleicht rigendwann alle an einem Strang ziehen...)
yv,
Dienstag, 21.Februar um 11:32 Uhr
Ich unterstütze den Kommentar von "fan"
MUSS der Espenblock für eine gute Stimmung in der Arena aufkommen? (ein kluger Mann sagte seiner Zeit: "Man muss nichts, ausser sterben...")
und alle die denken in Deutschland, Bundesliga werde nicht gezündet hat gar keine Ahnung! Die Pyrotechnick in den deutschen Stadion ist sogar im Aufwind. Schaut euch einmal Fanfotos von den Spieltagen an (z.B. unter http://www.stadionwelt-fans.de/ an)
Kollege,
Dienstag, 21.Februar um 10:27 Uhr
Es ist eben keine Trotzaktion!
Es geht rein nur um eines: Wer sagt man kann mitreden und dann übergangen wird ist enttäuscht. Die Regelung ist eben nicht nur Pyroverbot und vermummungsverbot, sondern steht für WIllkür und dies befremdet vielen Fans.
Also ihr, die uns nicht versteht und es als trotz abtun. was interessiert es euch? es gibt in allen Sektoren genügend platz für neue leute. Wir nehmen niemandem den Platz weg und somit ist platz da dass neues entstehen könnte.
Espenblock = momentan Kindergarten. Wenn ihr euch nicht anständig benehmen könnt, zieht Leine. Solltet ihr wieder zu Sinnen kommen: Herzlich willkommen zurück! So einfach ist das. Ich hoffe, ihr entscheidet euch für die zweite Variante. FCSG olé!
Z boy,
Dienstag, 21.Februar um 06:14 Uhr
noch ein chaos club brauchen wir nicht in der superleauge....
Sowohl der Protest der Fans, als auch die Pfiffe der anderen Fans waren absolut lächerlich und einfach nur peinlich.
Der Protest ist eine kindische Trotzaktion und man wird damit nichts, aber auch gar nichts erreichen können - der Verein wird die Regelung nicht wieder Rückgängig machen... (und treffen tut's die Spieler, die nichts für die Regelung können).
Und wenn, dann hätte man auch stilvoll (kreativ) protestieren können: Zum Beispiel wenn mal allen gesagt hätte sie sollen verkleidet kommen (war ja Fasnacht, wie hätten die Sicherheitsleute echt dann reagiert, von wegen Vermummungsverbot?).
Die Botschaft wäre genauso angekommen, nein sogar noch besser...
Da schimpfen sich Leute als beste Fans der Welt und dann unterstützen sie ihre Mannschaft einfach nicht. Unverständlich und der falsche Weg.
Die Trotzpfiffe der anderen Fans fand ich aber genauso lächerlich. Trotzdem kann ich die Haltung "wenn es euch nicht passt, dann bleibt doch einfach zuhause" irgendwie nachvollziehen.
Aus dem Espenblock bräuchte es einfach mehr positives und konstruktives und weniger kindische Trotzreaktionen...
Zitat:
"Der Espenblock kämpft leidenschaftlich für die Rechte der Fans. Und die Leute auf der Gegentribüne haben für sich irgendwie den Anspruch, die "vernünftigen" Supporter zu sein"
Für was kämpft der Espenblock??? Für die Aufhebung des Pyro- und Vermummungsverbot???
Ich bin längst keine 20ig mehr und unterstütze den Verein seit Jahrzehnten in Hochs und Tiefs. Einst eilte uns der Ruf voraus, das beste Publikum der Schweiz zu sein. Das alterwürdige Espenmoos war ein Hexenkessel und das ganze Publikum stand wie eine "Eins" hinter dem Verein.
Wir hatten diesen Ruf nicht weil wir wie die Vollidioten aus Basel und Zürich am meisten Feuerwerk abfackelten oder die "krassesten" Strassenschlägereien boten, sondern weil 11'300 Fans frenetisch die Mannschaft als 12. Mann unterstützten.
Also hört endlich auf mit diesen Protestaktionen - sie bringen weder der Fankultur noch der Mannschaft etwas!
fan,
Montag, 20.Februar um 19:26 Uhr
Kann auch nicht verstehen, warum da von den anderen Sektoren gegen den Espenblock gepfiffen wurde. Der Espenblock hat weder eine Stimmungspflicht noch das Stimmungsmonopol, jedem ist somit auch selbst überlassen, Stimmung zu machen. Auch ist es vermessen zu behaupten, die Mannschaft würde so 'bestraft'. Die Espenblockfans bezahlen Wochenende für Wochenende Eintritt für die Arena oder für eine Auswärtsfahrt, darum sollte es ja auch als grossartige Aktion der Fans angesehen werden, sie regelmässig zu unterstützen, und nicht als Strafe, wenn halt einmal der Support ausfällt. Und wie BigB gesagt hat, der Espenblock höhnt auch nicht gegen andere Sektoren, obwohl dort so gut wie nie auch nur ein Hopp Sangalle zu hören ist...
Tim,
Montag, 20.Februar um 18:18 Uhr
nur gemeinsam schaffen wir den ligaerhalt, und nur das zählt! Wo sind die Fanbeauftragter/ betreuer? Sitz endlich alle parteien an einen tisch und sucht eine gemeinsame lösung, aber die mannschft mit schweigen zu bestrafen, das darf es einfach nicht sein.... So wirds am sam. ein heimspiel für brühl in der arena...
Ich war am Samstag im Sektor B. Es war mal wieder ein schöner Fussballabend mit fahlen „Nachgeschmack“.
Die Protestaktionen des sogenannten "Espenblock" kann ich absolut nicht verstehen! Ich Besuch seit bald 40 Jahren Spiele des FCSG und bin noch heute Fan mit leib und Seele.
Da bin ich der Meinung, wenn jemand ein wirklicher FAN ist, kann er bei einem 6:0 nicht einfach ruhig bleiben! Selbst die Aufforderungen der wie mir schon gesagt wurde nicht richtigen Fans wurden nicht aufgenommen.
Ihr schreibt auf euren Transparenten: "wer us fehler lernt wird gschieder" also macht den Anfang und werdet gescheiter und akzeptiert endlich, was in der Bundesliga etc. schon lange usanz ist!
Gesetze sind da, um sie zu respektieren und einzuhalten. Wenn solche Reglemente dem Gesetz angepasst werden, damit der Verein keine Probleme mit Verband und Behörden bekommt, so kann man dies nicht einfach ignorieren.
Aber eben die super Fans aus dem Espenblock haben das Gefühl, nur für sie könne der Vorstand des FCSG diese "UEFA" und "FIFA" – Reglemente sowie Gesetze so bei Seite lassen.
Ich kann sagen: Im Block B war die Stimmung sehr gut!
Lieben Gruss an alle vom Espenblock. Wenn ihr wirklich für den FCSG seid, gibt euren Boykott auf!
Gruss an alle wirklichen FCSG Fans. Denn diese Akzeptieren auch mal Entscheide des Vorstandes. Dieser macht im Moment, so glaube ich die Arbeit wirklich recht gut. (so wie das halt aus der Ferne beurteilen kann).
PS: Zu meinem Artikel müsst ihr keine Kommentare schreiben, einfach darüber nachdenken.
maba,
Montag, 20.Februar um 17:22 Uhr
@chris:
Nirgends wird gegen das Pyroverbot oder gegen das Vermummungsverbot gewettert. Wie du sagst, beides ist verboten.
Jeder, der gegen die beiden Sachen verstösst weiss, dass wenn er erwischt wird, was ihm droht.
Die Angst ist jedoch gross, dass mit dieser neuen Regelung irgendwelche Unschuldige erwischt werden. Zur Zeit kommen immer wieder Verbote zum Vorschein, welche Fragen aufwerfen und sehr nach Willkür rufen. Kann dies ausgeschlossen werden, kann für jedes Vergehen ein Beweis vorgelegt werden, würde die Sache ganz anders aussehen. Ein Beweis ist jedoch nicht, wie in dieser Ordnung beschrieben: Ein Sicherheitsangestellter hat gesehen. Dies kann niemand überprüfen. Mit der ganzen Videoüberwachung sollte dies eigentlich möglich sein.
chris,
Montag, 20.Februar um 16:11 Uhr
Es braucht alle, das ist wohl war.
Was ich nciht verstehe, warum entzieht der Espenblock dem Verein die(stimmliche) Unterstützung?
Pyroverbot
Das ist keine Erfindung des FCSG. Das Gesetzt gilt Schweizweit. Pyro waren - wenn wir schon von den guten alten Zeiten spechen - nicht immer Tradition. Die sind irgendwann aufgetaucht und jetzt sollen sie wieder verschwinden. Richtig hingegen ist, dass das Stadion immer ein Hexenkessel war. Mit aber auch ohne Pyro.
Vermummugnsverbot
Wenn es bei diesem Thema um andere Kulturen geht, wären wohl die meisten aus dem Block für das Verbot des Vermummens (das sage ich mal einfach so).
Auch dieses Gesetz wurde nicht vom FCSG erfunden und eingeführt.
Warum soll die Mannschaft bestraft werden, wenn es "nur" darum geht bestehende Gesetze einzuhalten?
Das ist es, was ich nicht verstehe - und mit Tradition hat das nur bedingt zu tun...
BigB,
Montag, 20.Februar um 16:04 Uhr
Kann man eigentlich nur so unterschreiben. Ich habe mich am Samstag wirklich geschämt, für die ganzen "gemässigten" Zuschauer, welche es für nötig befunden haben, auf dem Espenblock rumzuhacken ("Und ihr wollt St. Galler sein?") und die Mannschaft auspfeifen, als sie nach dem Spiel und als letztes sich vom Espenblock verabschiedeten. Ich kann mich nicht erinnern, dass der Espenblock je die anderen Sektoren verhöhnt hat, als diese nicht gesungen haben, bzw. gepfiffen wurde, als sich die Mannschaft dort verabschiedet hat. Egal was für eine Meinung man bezüglich des Protests hat, aber diese Aktion gegenüber dem Espenblock war einfach nur peinlich.
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