Der FC St. Gallen weilte in den letzten Tagen in Side im Trainingslager. Unser Fanberichterstatter berichtet über die Spiele und das Drumherum in der Südtürkei.
Samstag 04.02.2012
Da wir die Mannschaft vor dem Vormittagstraining noch verabschieden wollten, entschlossen wir uns bereits um 10:00 Uhr loszufahren (einige blieben im Hotel und widmeten sich dem Wellness). Doch als wir dort ankamen, war ausser Heinz Peischl und den Torhütern niemand zu sehen. Heinz Peischl kam zu uns rüber und wir diskutierten mit ihm über eine Stunde lang. Die Mannschaft musste während dieser Zeit einen Strandlauf absolvieren. Um die Zeit bis zum Nachmittagstraining zu überbrücken, fuhren wir abermals zum Markt von Kumköy. Dort kauften wieder einige ein paar Klamotten, während der Rest einen Döner ass. Danach verweilten wir noch etwas am Strand. Das Glück war dann aber auf unserer Seite, denn wir rollten wirklich mit dem letzten Tropfen Benzin an die Tankstelle. Weiter ging es nochmals zum Trainingsgelände, wo wir uns kurz von der Mannnschaft verabschiedeten, um dann zum Hotel zurückzukehren. Da fingen wir doch glatt am letzten Tag noch eine Busse wegen zu schnellem Fahrens ein, was aber keinen von uns weiter störte.
Das Trainingslager oder eine intensive, aber erlebnisreiche und abwechslungsreiche Woche neigt sich dem Ende zu. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Lesenden bedanken und wir freuen uns, mit euch in zwei Wochen wieder in den Stadien zu singen, zu Hüpfen und natürlich zu jubeln.
Freitag 03.02.2012
Aufgrund des Testspiels am Nachmittag gegen Brann Bergen aus Norwegen, entschlossen wir uns am Vormittag nichts zu machen. Entsprechend gingen wir später zum Frühstück und verweilten danach im Zimmer.
Da wir aufgrund der Anzahl Leute (16) mit zwei Fahrzeugen fahren mussten, fuhr die Gruppe "Döner" bereits ab. Die zweite Gruppe wartete über eine Stunde auf den Bus und kam etwas zu spät zum Testspiel. Wir hängten unsere Fetzen auf uns stellten uns wieder dahinter. Der Support war längst nicht mehr so gut wie noch am Montag. Man merkte uns langsam die Müdigkeit an und dazu kam der kalte und ungemütliche Dauerregen. Das Spiel war nicht gerade Weltklasse und Daniel Lopar verhinderte zweimal mirakulös einen Rückstand. In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Espen und siegten mit 2:0 (Abegglen, Valente). Danach fuhr die Büsli-Gruppe noch zum Döner und der Rest ging direkt zurück ins Hotel. Im Hotel angekommen hängten wir die Fetzen zum Trocknen auf und verweilten in den Zimmern. Der Abend war wie immer sehr "rüschig".
Donnerstag 02.02.2012
Da die Mannschaft heute Donnerstag nur am Morgen trainierte, entschieden wir uns am Nachmittag mal den Markt von Manavgat unter die Lupe zu nehmen. Heute wird sich also zeigen, ob unsere Leute nicht nur Singen & Fahnenschwenken können, sondern auch ein Geschick zum Handeln haben... falls jemand noch einen Wunsch hat, bitte rasch melden... ansonsten bis dahin, mach et jut!
Wir trafen uns um 13:30 Uhr bei der Lounge, um danach zur Hauptstrasse zu gehen, wo der Bus anscheinend anhalten sollte. Über den Intervall des Busses haben wir verschiedene Varianten gehört. Nun gut, eigentlich uninteressant, aber wir hatten Glück, der Bus kam gerade. Gut 20 Minuten später waren wir am Busbahnhof von Manavgat - oder für Einige "Malaga". Von dort erreichten wir nach einem Döner-Halt und viel Gerede den Markt. Doch die Stände wurden bereits langsam abgebrochen, entsprechend mussten wir uns beeilen. Einige von uns kauften doch noch ein paar Sachen ein, andere wiederum nichts. Knapp darauf machten die letzten Stände dicht und wir kehrten zum Bus-Bahnhof zurück. Dort stand abermals der Bus gerade bereit, welcher aber schon ziemlich voll war. Dennoch quetschten wir alle 18 Mann in den Bus und es ging zurück zum Hotel. In der Zeit vor dem Nachtessen probierten die Käufer ihre Klamotten aus und der Rest sass überraschenderweise am Tresen. Beim Nachtessen verweilten wir ziemlich lang und führten durchaus gute Gespräche. Danach fand man den grössten Teil an der Bar oder im Spielsalon wieder. Gerade als der Regen einsetze, machten wir noch unser Gruppenbild am Strand. In der Disco waren wir eigentlich alleine, dennoch war wohl jeder von uns mal kurz dort. Knapp vor Mitternacht holten wir abermals 1'267 Getränke, um den Flüssigkeitsbedarf bis zum Schlafen zu stillen.
Mittwoch 01.02.2012
Der heutige Tag gilt irgendwie als Ruhetag. Ach ja, hier scheint die Sonne und es ist auch nicht sehr kalt, nur der Wind stört etwas. Am Vormittag lief nicht viel, da alle ziemlich auf der Fresse waren. Nach dem Mittag nahm eine kleine Gruppe den Strand unter die Lupe und ging sogleich ins Meer, das Wasser war gar nicht mal so kalt.
Erneut fuhren wir mit unseren beiden "Kutschen" nach Kumköy zum Trainingsgelände. Dort erhielten wir sogleich einen Ball von Stefano, jedoch wurde uns vom Platzwart dieses Mal das Fussballspielen untersagt. Dananch teilten wir uns kurz auf, eine kleine Gruppe fuhr nach Manavgat, um einen Döner und ein paar Euros zu holen. Der Rest blieb in Kumköy und schaute der Mannschaft beim Training zu. Es wurden verschiedene Angriffvarianten geübt, Nushi bewies sich dabei als sehr schuss- und abschlussstark. Als die anderen dann zurück und die Übungseinheit beendet war, fuhren wir noch kurz zum Markt von Kümköy. Dort kauften einige Leute noch ein paar Kleidungsstücke. Danach ging es mit knapp 140 Sachen wieder zurück zum Hotel, wo jeder sein 500. Bier bestellte. Dann war schon wieder Zeit für das Abendessen, hier bekamen wir eine Lehrstunde für "deutsche Intelligenz am Buffet" (sorry liebe Reutlinger!). Es hatte am Buffet jegliche Warmhaltebehälter mit Gerichten und nebenan stand, was drin war Die Frau vor mir hat es tatsächlich geschafft, den Pommes-Behälter dreimal zu öffnen, bis sie endlich sicher war, dass auch wirklich Pommes drin waren. Danach ging es mit einer Runden "Bingo", organisiert vom Hotel, weiter. Wobei alle eher Freude an der Unterhalterin hatten, als am Spiel selbst...
Dienstag 31.01.2012
Heute fuhren wir mit zwei gemieteten Gefährten zum Training. Ein grossen Dankeschön an die beiden Kutscher, die ihre Geiss sicher an den Zielort brachten. Bei unserer Ankunft war die Mannschaft noch nicht da, dafür standen für uns ein paar Kuchen bereit. Als dann das Team eintraf, erhielten wir einen Ball und spielten selbst Fussball. Nach knapp zehn Minuten war das Spiel schon fertig... jaja, die liebe Kondition. Danach schauten wir unseren Helden zu und unterhielten uns mit Schiedsrichter Luigi Ponte (Bruder von Chiassos Raimondo Ponte). Er erzählte uns den einen oder anderen guten Witz. Das Training war eigentlich nicht interessant, freuten wir uns doch eher auf die Gesprächsrunde danach. Dort erschienen dann Trainer Jeff Saibene, Sportchef Heinz Peischl und die Spieler vom Mannschaftsrat (Montandon, Imhof, Scarione & Stocklasa). Alle wirkten gelassen und gaben uns auf sämtliche Fragen eine Antwort. Die Spieler gingen danach wieder und wir unterhielten uns noch eine gute halbe Stunde mit Heinz Peischl. Was wir mit den Spielern besprochen haben, bleibt in erster Linie unter uns. Danach kehrten wir mit den Mini-Bussen zum Hotel zurück, wo wir rechtzeitig zum Nachtessen eintrafen. Nach dem Essen ging die ausgelassen Runde wieder los, ein Getränk folgte dem anderen. Es gab interessante Diskussionen untereinander, natürlich alles kameradschaftlich und friedlich.
Montag 30.01.2012
Nach mehr oder weniger langem Schlaf mussten wir am Frühstücksbuffet unser "All-Inclusive" einmal testen. Danach wurden wir vom Reisebegleiter begüsst und wir organsierten mit ihm die Anreise zum Super-Testspiel gegen Luxemburg. Danach ging es mit Biertrinken weiter, was eigentlich nur durch das Mittagessen gestört wurde.
Schliesslich machten wir uns auf den Weg - mit einem viel zu teuer gemieteten Car, um unsere Helden zu sehen. Die Fahrt war ganz nett, hielten wir doch kurz bei einem Supermarkt an einem Basar an. Dort kauften wir abermals beinahe den ganzen Laden leer. Kurz darauf kamen wir beim Trainingsplatz an, ausser uns war aber kaum jemand da und es war verdammt kalt. Nachdem wir unsere Fahnen aufgehängt haben, machten wir es uns in den Strandkörben unter dem Tribünendach gemütlich. Bei Spielbeginn waren dann praktisch alle unten, das Intro und der Support kamen gut drüber, man bedenke, dass wir nur 22 Leute waren. Die Mannschaft spielte Luxemburg rasch an die Wand und führte früh mit 2:0. Jedoch waren die grossen Schwächen dieselben wie im Herbst: die Standartsituationen. Auch im zweiten Durchgang war der Support ganz nett, obwohl aufgrund des einsetzenden Regens nicht mehr alle daran beteiligt waren. Auf der Heimfahrt amüsierten wir uns mit Ballermann-Musik. Im Hotel angekommen holte natürlich jeder zuerst einmal sein Bier und wir warteten auf das Nachtessen. Auf dem Weg zum Speisesaal liessen wir im Spielsalon einen Ball mitlaufen und spielten im Flur ein wenig Fussball, was den Hotel-Angestellten nicht wirklich passte. Beim Nachtessen ging es zu wie bei einer Schlacht, jeder wollte vor dem Anderen sein. Danach bestellte jeder für die Zeit nach Mitternacht nochmals etwa 25 Getränke, da es ab dann an der Bar nichts mehr gab.
Sonntag 29.01.2012
Nach und nach sind gestern ab 13:30 Uhr Mitreisende im Piwi in St. Gallen eingetroffen. Kurz vor 17:00 Uhr, mit ein paar Bierchen in der Tasche und guter Laune machten wir uns auf den Weg in die ungeliebte Limmatstadt. Obwohl wir aufgrund einiger Missverständnissen beinahe den Flug verpassten haben, flogen doch alle 18 Personen (inkl. 3 Reutlinger, geile Sache!) nach Antalya. Mit uns an Bord waren auch unsere Mannschaft und die Damen der Berner Young Boys, somit genossen wir trotz Dunkelheit eine tolle Aussicht. Aus unerklärlichen Gründen erhielten wir ab halber Strecke keine alkoholischen Getränke mehr. In Antalya angekommen, mussten wir in einen Bus umsteigen, aber auch dort war der Biervorrat nach gut zehn Minuten aufgebraucht. Zwei Freunde, die über Stuttgart angereist waren, begrüssten uns vor dem Hotel (Danke fürs Wachbleiben!). Doch die meisten fanden danach nur noch den Weg ins Bett.
Geschrieben am 6.2.2012 um 18:30 Uhr von mla