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St. Gallen baut Vorsprung kräftig aus

Der FC St. Gallen gewinnt auswärts gegen Direktkonkurrent AC Bellinzona mit 1:0. Die Ostschweizer siegten im Tessin dank eines Treffers von Joker Sven Lehmann mit 1:0.

"Einige Spieler werden sich warm anziehen müssen!", sagte FCSG-Trainer Jeff Saibene nach dem Spiel. Grund: Der Luxemburger war trotz des knappen Sieges gegen Bellinzona nicht restlos mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Die hungrigen Einwechselspieler Nushi, Lehmann und Sutter hatten im Stadio comunale mitunter den Match entschieden. "Im Winter werden keine Kompromisse mehr gemacht. Jeder Spieler muss sich aufdrängen, sonst landet er auf der Bank", so Saibene.

Schwache erste Halbzeit

Vor allem in den ersten 45 Minuten bekundeten die St. Galler in der Südschweiz so ihre Mühe. Die AC Bellinzona war in einem äusserst vorsichtig geführten Spiel die bissigere Mannschaft. Hinzu kam, dass die Espen ihren Gegnern auffallend grosse Freiheiten im Spielaufbau liessen. Jeff Saibene fand überraschend klare Worte: „Einige Herren drehen lieber drei Pirouetten, um dann den Ball zu verlieren. Und gegen hinten spielen sie Alibipässe.“ Dass es zur Pause noch 0:0 stand, lag insbesondere an Torhüter Daniel Lopar. Dieser entschärfte einige heikle Situationen mit Bravour. Herausragend, wie Lopar einen Abschluss von Ciarrocchi in der 22. Minute mit einem hellwachen Reflex parierte, nachdem sein Vordermann Pa Modou den Ball auf haarsträubende Weise verloren hatte.

Lehmann macht den Unterschied

Auch nach der Pause wurde das Gekicke zwischen dem Zweitklassierten und dem Leader der Challenge League qualitativ kaum besser. St. Gallen hatte nun aber etwas mehr Spielanteile. "Es war ein klassisches Spitzenspiel*, so ACB-Verteidiger Lukas Schenkel. *Wir haben nur zwei, drei Chancen zugelassen – umso ärgerlicher ist es, dass wir verloren haben." In der Tat erspielte sich der FCSG nur drei erwähnenswerte Torchancen: Schon in der ersten Halbzeit scheiterte der stets von der Haupttribüne ausgepfiffene Regazzoni am Fuss von Torhüter König. In der 66. Minute lupfte Scarione alleine vor dem Bellinzona-Hüter fahrlässig neben das Tor. Doch dann markierte Sven Lehmann per Hechtkopfball in der Schlussphase (82. Minute) doch noch das 1:0. Nushi hatte von links die Vorarbeit geleistet – eine Koproduktion zweier Einwechselspieler. "Für Sven freut es mich ganz besonders“" so sein Trainer Jeff Saibene. "Er hatte es gegen Bruno Valente und Brice Owona nicht einfach. Im Training war er aber so heiss, dass ich ihn einfach bringen musste", erklärte der Luxemburger. Und der Torschütze selbst: "Es war nicht immer einfach für mich. Aber jetzt bin ich überglücklich!"

Beruhigt in die Winterpause

Nach einem schwachen Spiel geht der FC St. Gallen dennoch beruhigt in die Winterpause. Neun Punkte beträgt der Vorsprung auf Bellinzona. "Das hätten wir zu Saisonbeginn sicherlich unterschrieben. Aber es bleibt noch Einiges zu tun", so Jeff Saibene im Hinblick auf die zuletzt schwachen Resultate. Und Beispiele, dass sich die Ostschweizer nicht auf den errungenen Lorbeeren ausruhen dürfen, liefert die Vergangenheit. In den vergangenen Jahren strauchelten sowohl Lugano als auch Vaduz, obwohl sie gar 12 Punkte Vorsprung auf ihre Verfolger hatten.

Geschrieben am 11.12.2011 um 17:13 Uhr von mla

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Kommentare

Flawiler, Montag, 12.Dezember um 12:03 Uhr
Wer soviel Dusel hat,wir der Club gestern, muss einfach aufsteigen. Bin jetzt gespannt, wie Saibene seine Ankündigung umsetzen wird, denn so wie bis jetzt, wird's in der Rückrunde kaum mehr gehen. Gewisse Herren glauben wohl, dass sie ihren Stammplatz auf sicher haben. Da kann es nur gut sein, wenn Leute wie Lehmann, Sutter etc. denjenigen mal auf die Füsse tritt. Dazu noch den einen oder andern Transfer (jetzt, nicht erst in zur ASL-Saison), dann kommt's gut. - Wünsche allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch.
Santa Claus, Sonntag, 11.Dezember um 19:33 Uhr
Herzliche Gratulation zu den wichtigen sechs Punkten! Bin gespannt welche tollen Transfers der Sportchef dem FCSG unter den Weihnachtsbaum legen kann! Ianu oder Sadiku für den Sturm wären schon nicht schlecht.

Frohe Weihnachten und Hopp Sangallä!


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