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St. Gallen patzt gegen Nyon

Pfiffe von den eigenen Fans und grenzenlose Enttäuschung. So hatten sich die Spieler des FC St. Gallen den letzten Heimauftritt sicherlich nicht vorgestellt. Nach schwacher Leistung gab es gegen Stade Nyonnais nur ein 2:2.

Nicht mehr viel ist vom Glanz des spektakulären 4:2-Sieg gegen den FC Zürich nach dem Spiel gegen Stade Nyonnais noch übrig. "Wir haben viel zu lethargisch gespielt und konnten den Schalter zu keinem Zeitpunkt umlegen", bemängelte Verteidiger Philippe Montandon. Zwar legte der FC St. Gallen optimal los und ging schon in der vierten Minute durch Oscar Scarione – er zog ansonsten einen rabenschwarzen Tag ein – mit 1:0 in Führung. Danach war der Ofen aber schnell wieder aus: Scarione vergab nach der Startphase vom Elfmeterpunkt eine mögliche Zwei-Tore-Führung. Dann schlug das in babyblauen Tenues spielende Nyon schon vor Ablauf der ersten halben Stunde eiskalt zu: Andreu stand nach einem im Zentrum verlängerten Eckball am weiten Pfosten frei und schob den Ball mit dem Fuss zum 1:1 über die Linie. "Schon möglich, dass der verschossene Penalty seinen Teil zur Sache beigetragen hat", vermutet FCSG-Trainer Jeff Saibene. "Wir müssen die Ursache für unseren schwachen Auftritt bei unserer eigenen Arroganz suchen. Da haben wohl einige Spieler gedacht, wenn man den FCZ besiegt, würde Nyon locker vom Platz gefegt werden." Klare Worte, deutliche Kritik.

Nyon je länger je mutiger

Montandon brachte die St. Galler, bei denen die folgende zweite Halbzeit noch einmal deutlich schwächer ausfiel, nach einer Ecke aus vier Metern zwar kurz vor der Pause wieder mit 2:1 in Führung. Für mehr Schwung sorgte dies aber nicht. Kommt noch dazu, dass Etoundi kurz zuvor eine "Hundertprozentige" vergeben hatte, als er vor dem leerstehenden Tor den Ball in die Hände des bereits geschlagen am Boden liegenden Goalies Kostadinovic spielte. "Wenn man solche Chancen nicht macht,…", meinte Trainer Saibene, ohne den Satz zu beenden. Stade Nyonnais hatte in der Arena leichteres Spiel als erwartet und wurde immer mutiger. Punkto Einsatzbereitschaft und Kampfgeist hinterliessen die Waadtländer gar einen vielfach besseren Eindruck als die Hausherren. Und so war Nyons Ausgleich nach einer Stunde auch absolut bedient. Das ewige Supertalent Manuel Bühler hatte einen zügig vorgetragenen Angriff mit einem schönen Volleyschuss zum 2:2 vollendet.

Pfiffe und Frust

Anders als beim letzten Auswärtsspiel in Aarau konnte der FC St. Gallen auch in der Schlussphase nicht zulegen. "Wir sind selber schuld, wir haben zu wenig gemacht", sagte ein perplexer Espen-Goalie Daniel Lopar in die Kameras des Stadionfernsehens. Die Fans quittierten die teils desolate Leistung ihrer Mannschaft mit lauten Piffen. Insbesondere da der grosse Aufstiegsanwärter aus den letzten drei Spielen nur zwei Punkte geholt hat. Eigentlich eine mittlere Katastrophe für die enormen Ansprüche. "Das würde ich so nicht sagen. Aber natürlich sind wir mit dieser Ausbeute in keinem Fall zufrieden", so Trainer Jeff Saibene. Es bleibt noch eine Möglichkeit zur Korrektur vor der Winterpause: Am nächsten Sonntag gastiert der FC St. Gallen bei Verfolger AC Bellinzona. Ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel. "Wir werden Gas geben", verspricht Philippe Montandon. Und das wird gegen die Tessiner trotz deren Niederlage gegen Chiasso am Wochenende auch bitter nötig sein.

Geschrieben am 4.12.2011 um 18:27 Uhr von mla

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Kommentare

saul, Montag, 12.Dezember um 08:19 Uhr
Wann werden die "Experten" in den Kommentaren endlich merken, dass der FCSG nicht einfach unbegrenzt Kapital hat um die Mannschaft zu verstärken? Das Team steht an sich ganz gut, die Aussenverteidigung dürfte noch besser werden... aber wir sind Wintermeister und im Cup gut unterwegs. JS scheint immerhin zu verstehen, welches die Schlüsselspiele sind und kritisiert die Spieler für fehlenden Einsatz. Falls er es schafft, eine gesunde Konkurrenzsituation innerhalb des Teams aufzubauen und der Wille zur Leistung ausgebaut werden kann, dann kann diese Mannschaft abgesehen von ein paar Einzelfällen durchaus auf Superleague Niveau spielen.
nütelinüt, Sonntag, 11.Dezember um 10:36 Uhr
die mannschaft muss im moment nicht sicher nicht verstärkt werden, es ist einfach zu sagen, wenn es den jetzigen nicht läuft werden sie ersetzt durch +/- gleiche qualität.
es ist aufgabe des coaches die motivation aufrecht zu halten und das bestehende team zu fördern und fordern.
habe das gefühl hier fehlt manchmal die feine nase für sowas..
@Flawiler, Donnerstag, 8.Dezember um 14:31 Uhr
sehr treffend formuliert,denke ein coach wie h-latour könnte mit seiner positiven ausstrahlung und einstellung eine echte euphorie entfachen. aber was solls der fcsg ist ja bereits wintermeister ;-)
Tim, Montag, 5.Dezember um 10:32 Uhr
Schwach!!! Heimspiel gegen einen solchen gegner mit einer doppel sechs!! Und Hämmerli ist in jedem CHL spiel überfordert!! In der Winterpause muss die Mannschaft verstärkt werden...
Flawiler, Montag, 5.Dezember um 07:46 Uhr
Das war schlicht und einfach ein Einstellungsproblem. Diese Jungs sind allesamt Profis und verdienen kein schlechtes Geld. Irgendwie werd ich den Gedanken nicht los, dass von Seiten Trainer etwas nicht stimmt. Gerade in solchen Situationen (toller Sieg Degen den FCZ und vor Meisterschaftspause) ist doch das Mentale äusserst wichtig, und das ist Chefsache. Der Vorstand würde gut tun, hier mal den Hebel anzusetzen und nötigenfalls einschreiten. Solche Spiele mit den nachfolgend immer wieder gleichen Statements wird sich das Publikum nicht mehr oft ansehen! Hoffen wir, dass in Bellinzona
noch eine Reaktion auf diese Jammervorstellung folgt und die Spieler mit einem einigermassen guten Gewissen vor den Weihnachtsbaum stehen können.
Steilpass, Sonntag, 4.Dezember um 19:33 Uhr
Die doppel sechs war einmal mehr für die Füchse; So wie sich der FCSG in den letzten Meisterschafts-spielen zu Hause präsentierte gegen Chiasso und Nyonnais nur 1 Punkt! wird's eher nix mit dem Aufsteig. Belibt nur zu hoffen, dass sich der FCSG in der Winterpause top vertsärkt.


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