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Viele Stars - keine Tore

In der ausverkauften Arena empfing der FC St. Gallen gestern den grossen FC Liverpool. Die "Reds“ duellierten sich mit den „Espen“ auf einem ausgeglichenen Niveau, begeisterten aber ihre Fans aber dennoch.

Viele rote Trikots – davon hatten nur wenige einen englischsprachigen Besitzer – konnten schon Stunden vor dem Anpfiff rund ums Stadion gesichtet werden. Lediglich die Fanartikelverkäufer schienen tatsächlich den weiten Weg von der Beatles-Stadt in die Ostschweiz unter die Füsse, beziehungsweise eher unter die Räder genommen zu haben.
Im Stadion selbst fand die legendäre Liverpool-Hymne "You’ll never walk alone“ trotz auf der Anzeigetafel eingeblendetem Text nur bescheidenen Anklang. Fremdsprachen sind offensichtlich nicht unbedingt die Stärke eines jeden "Reds“-Fans.

Gerrard gegen Zelli

Die beiden Captains, Zellweger und Superstar Gerrard, tauschten die Vereinswimpel ihrer jeweiligen Clubs. Dann ging es endlich los. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit den besseren Chancen für die Hausherren. Liverpool liess den Ball dagegen schöner zirkulieren und war öfters im Ballbesitz als die Grün-Weissen. Dennoch hätte St. Gallen mit einer 1:0-Führung in die Pause gehen können, als Cáceres in der 18. Minute freistehend vor dem englischen Goal nur den Pfosten traf. Die 19500 Zuschauer in der beinahe bis auf den letzten Platz ausverkauften Arena mussten sich, der Starbesetzung zum Trotz, mit fussballerischer Schmalkost begnügen. Vermutlich steckte das straffe Vorbereitungstraining in Bad Ragaz unter der Führung des spanischen Drill-Trainers Rafael Benitez noch in den Knochen.

Tore waren Fehlanzeige

Nach dem Seitenwechsel – beide Seiten hatten inzwischen fast ihr gesamtes Spielerreservoir ein- und ausgewechselt – flachte das Geschehen immer mehr ab, obwohl mit Namen wie Johnson oder Kuyt noch immer prominente Gesichter auf dem Platz kickten. Den Supportern im Espenblock machte das wenig aus; sie feierten ihre Mannschaft über die gesamten 90 Minuten fulminant. Zu einfallslos agierten die beiden Sturmabteilungen, zu gut gestaffelt waren beidseits die Defensivreihen. Zudem vergab Mario Frick für die St. Galler kurz vor Schluss nochmals eine Topchance, als er knapp am linken Pfosten vorbei köpfelte.
Und so blieb es schliesslich beim leistungsgerechten 0:0, obwohl Liverpool in den zweiten 45 Minuten die etwas überzeugendere Mannschaft war. Den Trainern Forte und Benitez dürfte dies egal sein. Schon vor dem Abpfiff hatten beide betont, dass das Resultat an diesem Abend zweitrangig sei. Der Liverpool-Coach fand für den FC St. Gallen lobende Worte: "Sie haben es uns nicht einfach gemacht und waren sehr gut organisiert." Positiv aufgefallen war Benitez die Nummer 10, Mario Frick.


FC St. Gallen - Liverpool F.C. 0:0 (0:0)

Arena St. Gallen- 19'500 Zuschauer (ausverkauft) - SR Zimmermann.

St. Gallen: Bolli, Fernando (46. Hämmerli), Schenkel (46. Lang), Koubsky (46. Frrokaj), Zellweger (46. Oehri); Nushi (46. Pa Modou), Frei (64. Graf), Costanzo (46. Ciccone), Zé Vitor (46. Martic); Merenda (46. Abegglen), Cáceres (64. Frick).

Liverpool: Cavalieri (46. Martin, 80. Gulacsi); Insua (46. Jonson), San José 46. Skrtel), Carragher (46. Kelly, 80. Ayala), Spearing (46. Darby); Babel (46. Benayoun), Voronin (46. Leiva), Gerrard (46. Plessis), Degen (46. Kuyt); Nemeth (46. Ngog), El Zhar (46. Pacheco).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Haas, Knöpfel, Kollar, Muntwiler und Winter (alle verletzt).


Geschrieben am 16.7.2009 um 10:46 Uhr von mla

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15.07. - Interview mit Reto Bolli
FC St. Gallen - FC Liverpool
15.07. - Interview mit Uli Forte
15.07. - Interview mit Dirk Kuyt

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Kommentare

Greenie, Donnerstag, 16.Juli um 15:23 Uhr
Mühsam ist einzig und allein der FCSG, der zu blöd war, vor dem Stadion die Fanartikel an den Mann zu bringen, wie es die Liverpooler gemacht haben..!


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