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Espenblog: Mieses Management – FCSG muss um Zukunft bangen

Der Kampf um das nackte Überleben hat für den FC St. Gallen begonnen.

Die Fans des FC St. Gallen sind sauer. Und zwar ziemlich. Und auch zurecht. Schon wieder steht ihr Verein am Rande des Ruins und schon wieder müssen Gelder zusammengetragen werden, um den Untergang des ältesten Fussballclubs der Schweiz zu verhindern. Neu ist: Dieses Mal sollen sogar Stadt und Kanton ihre Schatztruhe öffnen, um bei der Beseitigung des unfassbaren Schuldenbergs von über 16 Millionen Franken mitzuhelfen.

Ob dieses Unterfangen Tatsache wird, hängt vom Stadt- und Kantonsparlament ab, wo darüber erst noch abgestimmt werden muss. Sollte aber in einem der beiden Räte die Zustimmung verweigert werden, bricht das ganze Sanierungskonzept in sich zusammen. Der FC St. Gallen müsste eher kurz- bis mittelfristig den Spielbetrieb einstellen und die AFG Arena wäre ohne Hauptmieter ein noch viel grösseres Fass ohne Boden. Hitzige Diskussionen sind deshalb auf jeden Fall garantiert. Denn dass nun die Wählerschaft für die Misswirtschaft eines unüberschaubaren Fussballclub-Konstrukts aufkommen soll, dürfte für viele Politiker auf keine grün-weisse Kuhhaut passen.

Dabei hatte vor einigen Jahren alles einmal so gut getönt: Das Tor zur Ostschweiz im Westen der Stadt St. Gallen. Ein höheres Vereinsbudget, mehr Zuschauer, grössere Werbeeinnahmen, neue Arbeitsplätze kulturelle und musikalische Grossanlässe. So die Pro-Argumente, als die Stimmbürger der Stadt St. Gallen über den Bau des neuen Stadions befanden. Heute ist klar, dass dies Augenwischerei war. Denn die Verantwortlichen von damals, die heute noch zu einem grösseren Teil in den verschiedenen Gremien der drei Aktiengesellschaften sitzen, hatten sich bei ihrem im Voraus erstellten Businessplan massiv verschätzt. Die Abzahlung der aufgenommenen Hypotheken erweist sich heute teurer als erwartet und die Sicherheits- und Unterhaltskosten sind im Vergleich zum altehrwürdigen Espenmoos förmlich explodiert. Und auch Grossanlässe – Fussballspiele einmal ausgenommen – haben bis dato noch nicht in der AFG Arena stattgefunden.

Stadt und Kanton sowie das ebenfalls mithelfende Investoren- und Bankenkonsortium stehen nun vor der undankbaren Aufgabe, das heillose Durcheinander in der Betriebs AG aufzuräumen und neu zu strukturieren. Gleichzeitig stellen sich viele Fragen: Wieso wurden die in dieser Dimension nicht erwarteten Schulden nicht eher publik? Wo versickert das ganze Geld? Und wird der Spielbetrieb des FC St. Gallen jemals wieder aus den roten Zahlen herauskommen?

Klar ist, dass eine Neuorganisation, eine transparente Geschäftspolitik und eine bessere Kommunikation Einzug halten sollen. Und auch die Rufe nach personellen Konsequenzen sind lauter denn je: Arena-CEO Bill Mistura, und BAG-Vize Dieter Fröhlich sind gut beraten, noch heute ihren Hut zu nehmen. Einerseits weil sie dieses Finanzdebakel entscheidend mit verschuldet hatten und andererseits weil sie beim kostspieligen Abstieg vor zwei Jahren ebenfalls alles andere als unschuldig waren. Eigentlich müssten sie ihre Mandate nur schon abgeben, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Eine weitere "Sesselkleberei“ der in ihren Augen "Schuldigen“ ist die grosse Anhängerschaft des FC St. Gallen nicht zu tolerieren bereit. Es ist Feuer im Dach. Mal wieder.

Geschrieben am 26.8.2010 um 13:23 Uhr von mla

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Kommentare

nico, Montag, 30.August um 07:08 Uhr
RAUS mir den Versagern!!
Helikopter, Sonntag, 29.August um 17:20 Uhr
Was für ein Rettungsplan. 16 Mio. Schulden und mit den selben Leute die uns in die Scheisse getrieben haben wird einfach weitergemacht. Wollt ihr uns verarschen oder seit ihr wirklich so Naiv? Ohne mich!
Ein Veräppelter, Sonntag, 29.August um 15:20 Uhr
Was wir Fans in den letzten vier Jahren durchmachen mussten, ist des Guten schon lange zu viel!
Massiv höhere Ticketpreise, Light-Bier, Verschwächungen anstatt Verstärkungen, korrupte Geldeinsacker, Eventgesellschaft anstatt Fussball, Fans als Grundübel und Sündenböcke, geldgeile Polizei, etc. Diese Fehlentwicklungen in den letzten Jahren haben dazu geführt, dass wir nun ein Krebsgeschwür haben, welches man besser sterben lassen sollte. Beginnen wir unten neu, als mit diesem mit Krebsgeschwüren durchwuchertem Gebilde weiterzumachen.
maibaum, Samstag, 28.August um 18:14 Uhr
Wwnn jetzt keine Köpfe rollen ist es um den FCSG geschehen FRÖHLICH MISTURA SIEGRIST UND AUCH FORTE SOFORT RAUS!!!¨!!!!¨!!!!!¨¨!¨!!!!!!¨¨¨¨¨!!¨!!¨!!!!!!¨!!!!!!!
jairo, Samstag, 28.August um 10:38 Uhr
Wenn Fröhlich, Mistura und Siegrist bleiben... gehe ich!!
ungläubiger, Samstag, 28.August um 04:18 Uhr
ey, was soll das mit der event ag??? wenn ich zu einem event gehen will gehe ich in den europapark oder an die eröffnung von beate uses neuen laden... genau die selbe scheisse! ausgedacht von den gleichen unötigen personen. mistura, fröhlich gebt auf, die zeit des selbstlobes und dunklen machenschaften ist vorbei.
geschriebe um 4.15 uhr, völlig besoffen und doch nicht realitätsfern. gewidmet der pipi strello bar.
kg, Donnerstag, 26.August um 20:28 Uhr
keine personelle konsequenzen? das ist eine totale frechheit. muss ich wirklich ein referendum unterstützen? muss es wirklich noch schlechter kommen, bevor es besser wird?
Sauregurkenzeit, Donnerstag, 26.August um 20:24 Uhr
Nur so am Rande, werden jetzt die pfiffigen Transfers kurz vor Ladenschluss noch getätigt???
, Donnerstag, 26.August um 18:12 Uhr
absolute frechheit....

schmeisst endlich diesen Fröhlich und den Mistura raus. die verdienen hier das grosse geld und die menschen die immer treu hinter dem verein stehen müssen sich solches gefallen lassen.
der ganze anhang soll doch den sc brühl unterstützen. dann kommen halt die in die nati a und die wissen wie man einen verein führt!
, Donnerstag, 26.August um 17:54 Uhr
Beerdigt den Club und lasst etwas neues entstehen!! Willkür und Strukturerhaltung auf Kosten der Steuerzahler - eine absolute Frechheit!! Kultur kann mit CHF 16 Mio. auch anders finanziert werden. Eine Schande und wenn das Geld fliessend sollte, dann verlieren sämtliche Sportclubs den Anreiz wirtschaftlich zu arbeiten. Belohnt besser die guten Clubs, welche das Budget im Griff haben, und bestraft die schlechten, nicht umgekehrt!!!
Protestaktion, Donnerstag, 26.August um 17:16 Uhr
Heute 20.00 Uhr Marktplatz St Gallen. Es sollen so viel Leute wie möglich kommen um gemeinsam ein Zeichen gegen die Momentane Situation zu setzen ! Auf Auf !
Chance, Donnerstag, 26.August um 16:53 Uhr
Das ist jetzt unsere letzte chance!! Jetzt auf der teppich etagge ausmisten und etwas seriöses aufbauen! Danke kanton, stadt, banken und investoren. Ohne eure hilfe könnte man den fcsg beerdigen!
ungläubiger, Donnerstag, 26.August um 13:50 Uhr
unser club hat soviel an sympathien verloren, da müsste schon einiges passieren.
ich denke der hüppi friest aus dem selben trog, oder wie ist eine solch schlechte
kommunilkation zu erklären???
tschutter, Donnerstag, 26.August um 13:50 Uhr
Wenn man dies Zeilen liest weiss man nicht welcher Reiz grösser ist Brechreiz oder einfach nur Wut unsägliche Wut. Man sollte diese hochgelobten Buissnesleute, Rechtsanwälte und Manager schnellts möglich zum Teufel jagen. Bevor sie jedoch verschwinden müssen ihre Taschen genausesten untersucht werden vielleicht lässt sich der ein oder andere Batzen finden. Zum Glück hatten diese Herren noch Journalist(?) Scherrer in ihrem Boot. Es wurde lieber über Ultras berichtet anstatt man dieses Schmierentheater hinterleuchtet und aufgedeckt hätte. Nun Herr Scherrer sitzt jetzt auch in diesem Boot hoffentlich sinkt es nicht und er steht ohne Brot und Lohn da.Etwas investigativer Journalismus hätte wohl nicht geschadet.
All diese Experten gehören ersetzt am besten bezahlt jeder ein Teil seines Honorrares zurück, damit könnte sicher ein schöner teil der 16 Mio hereingeholt werden.
Ich für meinen Teil habe die Schnauze voll von profilierungssüchtigen Neurotikern die unseren Club in den Abgrung reiten. Wir brauchen Leute mit Charissma die authentisch und Volksnah sind, die wissen um was es, geht unseren FCSG retten!!!!!
Es muss etwas passieren die Fans müssen den Druck erhöhen auch wir wollen endlich sauberen Tisch .Hoffentlich steigen unsere Politiker darauf ein ansonsten ist der Ofen sowiso aus.
Hopp SG die Hoffnung stirbt zuletzt.




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